Gesetzesentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes in Nordrhein-Westfalen
Geschrieben von Petra Reed · 26.7.2026

Gesetzesentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes in Nordrhein-Westfalen

Hintergrund und Zielsetzung des Entwurfs
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes (OCG NRW) eingebracht, der sich derzeit im parlamentarischen Verfahren befindet, während die Anpassungen auf die Erleichterung privater Anbieter und die Angleichung an den Glücksspielstaatsvertrag 2021 abzielen. Experten beobachten, dass dieser Schritt die regulatorischen Rahmenbedingungen für Online-Casino-Spiele in dem Bundesland präzisiert, insbesondere durch Erweiterungen bei Lizenzvergaben für Spiele mit Live-Dealern und Streamings aus landbasierten Casinos sowie durch neue Autorisierungen für Dienstleister.
Der Entwurf trägt den Entwicklungen Rechnung, die seit Inkrafttreten des GlüStV 2021 eingetreten sind, und erweitert die Befugnisse der Aufsichtsbehörden, damit sie effektiver auf Marktveränderungen reagieren können. Beobachter stellen fest, dass die geplanten Regelungen sowohl den Spielerschutz als auch die wirtschaftlichen Interessen von Anbietern berücksichtigen, indem sie klare Verfahren für die Erteilung von Erlaubnissen schaffen.
Verlauf des Gesetzgebungsprozesses bis Juli 2026
Die erste Lesung des Gesetzentwurfs erfolgte im Mai 2026 im Landtag von Nordrhein-Westfalen, woraufhin der Innenausschuss am 10. Juli 2026 eine Empfehlung zur Annahme mit einigen Änderungen aussprach. Diese Empfehlung basiert auf Beratungen, bei denen Vertreter verschiedener Fraktionen und Experten aus der Glücksspielbranche Stellungnahmen abgaben, während die Ausschussmitglieder Anpassungen vorschlugen, die vor allem technische und verfahrensrechtliche Aspekte betreffen.
Der Gesetzentwurf Entwurf zur Änderung des OCG NRW liegt nun in der überarbeiteten Fassung vor, und das weitere Verfahren sieht eine zweite und dritte Lesung im Plenum vor, bevor eine Verabschiedung erfolgen kann. Behördenvertreter erklären, dass die zeitliche Abfolge den Anforderungen des GlüStV 2021 gerecht wird und gleichzeitig Spielräume für private Betreiber eröffnet.
Wesentliche Änderungen im Bereich der Lizenzen und Dienstleister
Im Zentrum der Novelle stehen Erweiterungen der Lizenzierung für Online-Casino-Spiele, einschließlich der Möglichkeit, Live-Dealer-Streams aus stationären Casinos in Nordrhein-Westfalen zu übertragen. Diese Regelung schafft rechtliche Grundlagen dafür, dass Anbieter hybride Modelle entwickeln können, bei denen physische und digitale Angebote miteinander verknüpft werden, während gleichzeitig die Aufsicht über die Einhaltung von Standards sichergestellt bleibt.
Darüber hinaus werden Autorisierungen für Dienstleister neu geregelt, damit Unternehmen, die technische Infrastruktur oder Zahlungsdienste bereitstellen, eine klare rechtliche Position erhalten. Die erweiterten regulatorischen Befugnisse ermöglichen es der zuständigen Behörde, schneller auf Verstöße zu reagieren und Datenabfragen sowie Kontrollen durchzuführen, ohne dass langwierige Verfahren erforderlich sind. Forscher, die den deutschen Glücksspielmarkt analysieren, weisen darauf hin, dass solche Anpassungen die Kanalisierung legaler Angebote unterstützen und illegale Anbieter weiter unter Druck setzen.

Auswirkungen auf Betreiber und den Markt
Private Betreiber erhalten durch die geplanten Änderungen bessere Voraussetzungen, um Lizenzen für Online-Casino-Spiele zu beantragen und Live-Dealer-Angebote zu integrieren, während die Angleichung an den GlüStV 2021 bundesweite Standards schafft. Statistiken aus dem regulierten Markt zeigen, dass nach der Einführung des Staatsvertrags die Zahl legaler Angebote gestiegen ist und die Aufsichtsbehörden über wirksamere Instrumente verfügen.
Die neuen Regelungen zu Dienstleister-Autorisierungen erleichtern Kooperationen zwischen Technologieanbietern und Lizenznehmern, weil klare Genehmigungsverfahren die Planungssicherheit erhöhen. Gleichzeitig behält die Aufsicht die Möglichkeit, bei Bedarf einzugreifen, wenn Sicherheits- oder Spielerschutzstandards nicht eingehalten werden. Beobachter des Verfahrens betonen, dass die Empfehlung des Innenausschusses vom 10. Juli 2026 einen wichtigen Meilenstein darstellt, der den Weg für die weitere parlamentarische Behandlung ebnet.
Fazit
Der Gesetzesentwurf zur Änderung des OCG NRW befindet sich nach der ersten Lesung im Mai 2026 und der Ausschussempfehlung im Juli 2026 in einer entscheidenden Phase, in der die finalen Beratungen über die genauen Formulierungen laufen. Die Schwerpunkte auf Lizenzierung, Live-Dealer-Streaming, Dienstleister-Autorisierungen und erweiterten Aufsichtsbefugnissen tragen dazu bei, den Rahmen für private Anbieter zu konkretisieren und gleichzeitig die Vorgaben des GlüStV 2021 umzusetzen. Weitere Schritte im Landtag werden zeigen, in welcher Form die Änderungen letztlich in Kraft treten.