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Neuer Vorsitz bei der GGL: Christian Hochgrebe übernimmt und bereitet erste Evaluierung des GlüStV 2021 vor

Geschrieben von Petra Reed · 16.8.2026

Neuer Vorsitz bei der GGL: Christian Hochgrebe übernimmt und bereitet erste Evaluierung des GlüStV 2021 vor

Christian Hochgrebe bei einer offiziellen Veranstaltung der GGL in Berlin

Übergang an der Spitze der gemeinsamen Glücksspielbehörde

Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres aus Berlin, hat am 1. Juli 2026 den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder übernommen und folgt damit auf Sandro Kirchner aus Bayern, wie es die jährliche Rotation der Länder vorsieht; diese Regelung sorgt dafür dass verschiedene Bundesländer abwechselnd die Leitung innehaben während die Behörde ihre Aufgaben im regulierten Glücksspielmarkt wahrnimmt.

Die GGL mit Sitz in Halle an der Saale koordiniert die Aufsicht über Online-Glücksspiel und Sportwetten bundesweit, und der Wechsel fällt genau in eine Phase in der die Vorbereitungen für die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 laufen, der seit Juli 2021 in Kraft ist und die Grundlage für die aktuelle Regulierung bildet.

Vorbereitung auf die gesetzliche Überprüfung des GlüStV 2021

Die anstehende Evaluierung wird die Wirksamkeit des Vertrags in zentralen Bereichen untersuchen, darunter die Prävention von Sucht, die Lenkung der Nachfrage in den regulierten Markt sowie die Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote; Experten der GGL und der beteiligten Länder arbeiten bereits an den erforderlichen Datenanalysen und Berichten, die bis zum Abschluss der ersten Bewertungsphase im kommenden Jahr vorliegen sollen.

Im August 2026 laufen unter Hochgrebes Leitung erste Abstimmungsgespräche mit Vertretern der Bundesländer, um die methodischen Grundlagen der Evaluierung festzulegen, während die Behörde gleichzeitig ihre laufenden Aufsichtsfunktionen weiterführt und Lizenzverfahren bearbeitet.

Blick auf die Verwaltungsräume der GGL während einer Sitzung zur Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags

Aufgaben und Ziele der GGL unter neuem Vorsitz

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder überwacht die Einhaltung der Vorgaben des GlüStV 2021 durch lizenzierte Anbieter, prüft Werbemaßnahmen und betreibt die zentrale Datenbank für Spielersperren; Hochgrebe bringt als Berliner Innenstaatssekretär Erfahrung aus der Innenpolitik mit, die für die Koordination zwischen den Ländern und der Bundesregierung von Bedeutung ist, während die Behörde auf die Ergebnisse der Evaluierung hinarbeitet.

Studien und Berichte, die im Rahmen der Vorbereitung herangezogen werden, stammen unter anderem von Forschungseinrichtungen wie dem Bundesgesundheitsministerium und internationalen Vergleichsanalysen der European Gaming Association, die Daten zu Kanalisierungsraten und Suchtpräventionsmaßnahmen liefern.

Hintergründe zur jährlichen Rotation und den beteiligten Akteuren

Die Rotation des Vorsitzes zwischen den Ländern ist im Staatsvertrag vorgesehen, um eine ausgewogene Beteiligung aller Bundesländer sicherzustellen; Bayern hatte den Posten zuvor inne, und mit Berlin übernimmt nun ein weiteres Land die Leitung, während die operative Arbeit der GGL von einem festen Team aus Juristen, Ökonomen und IT-Spezialisten getragen wird.

Beobachter der Glücksspielregulierung weisen darauf hin dass der Zeitpunkt der Übernahme mit dem Beginn der intensiven Vorbereitungsphase für die Evaluierung zusammenfällt, sodass Hochgrebe von Beginn an in die Planung der Überprüfung eingebunden ist und die notwendigen Abstimmungen mit den Aufsichtsbehörden der einzelnen Länder koordinieren kann.

Ausblick auf die nächsten Schritte

In den kommenden Monaten wird die GGL unter Hochgrebes Vorsitz weitere Daten zu illegalen Angeboten sammeln und Modelle zur Messung der Marktkanalisierung entwickeln; die Ergebnisse der Evaluierung sollen dann als Grundlage für mögliche Anpassungen des GlüStV 2021 dienen, ohne dass bereits konkrete Änderungsvorschläge vorliegen.

Conclusion

Der Wechsel an der Spitze der GGL markiert den Beginn einer wichtigen Phase für die deutsche Glücksspielregulierung, in der die erste gesetzliche Evaluierung des GlüStV 2021 vorbereitet und durchgeführt wird; die beteiligten Institutionen arbeiten daran, die Wirksamkeit der bestehenden Regelungen in den genannten Bereichen zu bewerten und die Aufsicht weiterzuentwickeln.