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Studie der GGL offenbart deutliche Fortschritte bei der Kanalisierung des Online-Glücksspiels

Geschrieben von Noah Foster · 20.5.2026

Studie der GGL offenbart deutliche Fortschritte bei der Kanalisierung des Online-Glücksspiels

GGL-Studie zu legalem und illegalem Online-Glücksspiel in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine aktuelle Untersuchung veröffentlicht, die zeigt wie sich die Ausgaben im Online-Glücksspiel zwischen lizenzierten Anbietern und dem unregulierten Schwarzmarkt verteilen, während die Behörde gleichzeitig auf anhaltende Herausforderungen hinweist, die vor der vollständigen Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 am Ende des Jahres 2026 liegen.

Hintergrund zum Glücksspielstaatsvertrag und der Rolle der GGL

Seit der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2021 arbeiten die Bundesländer gemeinsam daran, den legalen Markt zu stärken und illegale Angebote einzudämmen, wobei die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde die Umsetzung überwacht und regelmäßig Daten zur Marktentwicklung sammelt. Experten haben beobachtet, dass die Kanalisierung, also die Lenkung der Spieler in regulierte Kanäle, als zentrales Ziel gilt, weil sie sowohl den Verbraucherschutz als auch die Steuereinnahmen verbessert, während unregulierte Plattformen weiterhin Risiken bergen. Die Behörde führt daher regelmäßige Erhebungen durch, um den Fortschritt messbar zu machen und Anpassungen rechtzeitig vorzubereiten.

Ergebnisse der neuen Untersuchung im Detail

Die von der GGL unterstützte Erhebung ergab, dass 77,03 Prozent der Ausgaben im Online-Glücksspiel über lizenzierte Betreiber laufen, während der Anteil des unregulierten Schwarzmarkts bei rund 22,97 Prozent liegt. Forscher haben die Daten aus verschiedenen Quellen zusammengeführt, darunter Transaktionsanalysen und Marktumfragen, um ein möglichst genaues Bild der aktuellen Situation zu zeichnen, und die Zahlen belegen, dass der legale Sektor seit Inkrafttreten des Vertrags kontinuierlich gewachsen ist. Beobachter notieren, dass diese Entwicklung auf verstärkte Kontrollen, Werbebeschränkungen und verbesserte Lizenzvergaben zurückzuführen ist, die gemeinsam dazu beitragen, illegale Anbieter schrittweise zurückzudrängen.

Analyse der Marktanteile im deutschen Online-Glücksspiel

Statistiken zeigen zudem, dass der legale Markt in bestimmten Segmenten wie Sportwetten und virtuellen Automatenspielen besonders stark zugelegt hat, während der Schwarzmarkt vor allem in Bereichen mit hohen Bonusangeboten oder fehlenden Alterskontrollen noch präsent bleibt. Die Studie hebt hervor, dass weitere Maßnahmen notwendig sind, um den verbleibenden illegalen Anteil zu reduzieren, bevor die umfassende Evaluierung des Staatsvertrags im Jahr 2026 ansteht.

Vorbereitung auf die Überprüfung Ende 2026

Die GGL hat bereits angekündigt, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die Vorbereitung der Vertragsüberprüfung einfließen sollen, die für das Ende des Jahres 2026 vorgesehen ist. Im Mai 2026 werden erste Zwischenberichte erwartet, die den aktuellen Stand der Kanalisierung und mögliche Anpassungsbedarfe darlegen, während Politiker und Branchenvertreter die Ergebnisse nutzen, um gezielte Verbesserungen zu diskutieren. Behördenvertreter betonen, dass der Kampf gegen illegales Glücksspiel bis dahin intensiviert werden muss, damit der legale Markt weiter gestärkt wird und die verbleibenden Lücken geschlossen werden können.

Die Studie liefert konkrete Handlungsempfehlungen, darunter eine engere Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleistern und eine verstärkte internationale Kooperation, um grenzüberschreitende illegale Angebote effektiver zu bekämpfen. Diese Schritte sollen sicherstellen, dass die Überprüfung des Vertrags auf einer soliden Datenbasis erfolgt und die Regulierung an die tatsächlichen Marktentwicklungen angepasst werden kann.

Laufende Maßnahmen gegen den illegalen Markt

Parallel zur Datenerhebung setzt die GGL weiterhin auf Sperrlisten, Bußgeldverfahren und technische Sperren, um den Zugang zu unregulierten Plattformen zu erschweren. Behörden haben in den vergangenen Monaten mehrere illegale Anbieter identifiziert und deren Aktivitäten eingeschränkt, was nach Angaben der Studie bereits messbare Effekte auf die Marktanteile zeigt. Die Kombination aus präventiven und repressiven Instrumenten trägt dazu bei, dass immer mehr Spieler den Weg in den regulierten Bereich finden, wo strenge Jugendschutz- und Suchtpräventionsmaßnahmen gelten.

Ausblick und weitere Entwicklungen

Mit Blick auf die kommenden Monate bleibt die Überwachung des Schwarzmarkts ein Schwerpunkt der Arbeit der GGL, denn die Behörde möchte bis zur Vertragsüberprüfung Ende 2026 möglichst viele Datenpunkte sammeln. Die aktuelle Studie dient dabei als wichtige Grundlage, um Trends frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten, bevor größere Anpassungen des rechtlichen Rahmens notwendig werden. Die Zahlen zeigen, dass der Weg der Kanalisierung bereits erste Erfolge bringt, doch der verbleibende illegale Anteil erfordert anhaltende Aufmerksamkeit aller Beteiligten.

Fazit

Die von der GGL veröffentlichte Untersuchung liefert eine klare Momentaufnahme der aktuellen Marktsituation und unterstreicht sowohl die erreichten Fortschritte als auch die noch bestehenden Aufgaben bis zur Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags Ende 2026. Mit gezielten Maßnahmen und kontinuierlicher Überwachung arbeiten die Behörden daran, den legalen Sektor weiter auszubauen und illegale Angebote konsequent zurückzudrängen.